Diamanten in der Diaspora und die erste Alpin- Etappe

Hallole aus dem hohen Norden,

rein chronologisch setzte sich die Tour mit der Etappe nach Preetz fort. Dort beginnt etwa das, was man sich unter der "Holsteinischen Schweiz" vorstellt, es wird also ein wenig hügeliger. Alleridngs hatte ich mehr "Stress" mit Platzsuche und den dann erforderlichen üblichen Maßnahmen (Anschlüsse, möglichst waagerecht stellen usw.) als das Wuschele mit den 20,5 Kilometer, die sie in 4:30 Std bewältigte und eher ausgeruht ("also ich müsste eigentlich nicht duschen") beendete. Immer noch wanderte sie mehr oder weniger alleine und einsam auf dem E 1.

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7. Etappe Kiel nach Preetz

Kloster Preetz

Letzten Freitag führte uns die Strecke dann nach Plön, wo ich mich quasi wie zuhause auskenne, weil ich früher sehr häufig hier in der Ecke urlaubte. Über die Etappe lässt sich gar nicht viel sagen, außer dass die Wandersfrau ständig hoffte, nicht nass zu werden, denn tatsächlich schien die Sonne nicht! Eine echte Überraschung mittlerweile für uns, aber es zog im Laufe des Spätvormittags zu. Es regnete nicht, so dass sie trocken ankam und auch ich meine ausgedehnte shopping- Tour (selbstverständlichüber den örtlichen Markt) ohne Regen überstand; dafür hatte ich genug zu schleppen. Sie verstehen dort übrigens absolut nicht, wenn du anfängst zu handeln - hab mich fast schlapp gelacht, wie sie zum Teil geguckt haben.

Direkt am Plöner See - aber kühl und bedeckt an dem Tag...

Kapelle zwischen Preetz und Plön

Ein echter Methusalem

Markt in Plön

Schmuckes Plön

Nun, einen wunderbaren Stellplatz fanden wir auch, und zwar direkt am Plöner See; leider wars ein wenig frisch, so dass wir das gar nicht nutzen konnten. Und weil der Tag ja gar kein richtiges highlight hatte, fiel mir abends nach dem Essen irgendwann plötzlich ohne Ankündigung eine Goldfüllung aus dem Zähnchen. Ja toll!
Das Wuschel recherchierte und da war sie wieder, die Feststellung über die Diaspora! Egal in welche Richtung, der Notdienst für Samstag war nicht unter 45 Kilometern zu bekommen....

Somit war klar, dass der Waldläufer Plön - Eutin in Angriff nimmt am Pfingstsamstag, der Begleiter die Strecke nach Grömitz; wie absehbar war das, dass die B 76 eine Vollsperrung hatte und ich gnadenlos über die hintersten Käffer fahren musste, um einigermaßen im Zeitfenster zu bleiben. Aber - und das soll ja nicht verschwiegen werden - der erste Diamant in der Diaspora wurde gefunden! Denn der Doc, Doktor Kern, entpuppte sich als wahrer Könner und Fachmann, und er baute das Teil minimum so gut ein, wie es war, eher besser! Sogar bezahlen konnte man die Sache, weil wirklich im Rahmen.
Frau Müller fand jedoch ebenfalls einen Diamanten! Zuerst begegnete sie aber einer Gruppe Menschen, die "E-1-TShirts" trugen, iund tatsächlich erzählten die, dass sie immer dann, wenn sie alle zusammen Zeit finden, mal zwei, drei Etappen zusammen gehen; sie begannen 1996 in Genua und sind jetzt im Bereich Plön angekommen. Super Sache.
Dann begegnete sie der allein wandernden Maren (sie ist der Diamant), eine Agrag- Wissenschaftlerin. Und wie das so ist unter "Waldschraten", man versteht sich und die beiden sind wohl auf gleicher Wellenlänge. Allerdings war Maren nur auf einer Tagestour. Aber ich denke, man sieht sich wieder. 24,3 Kilometer lang war die Etappe bis Eutin, 5:10 Std hat es gedauert (für die, die mitschreiben...).
 
Zwischen Plön und Eutin
 
Ein "Hingucker"- Schild


Eutin! Ich habe irgendwie sehr schöne Erinnerungen an Eutin - weiß aber absolut nicht mehr, weshalb! Wir suchten - nachdem ich die Wandersfrau aufgenommen und nachdem ich schon zwei Plätze als voll schlecht begutachtet hatte - nach einer Übernachtungsmöglichkeit, und das nächste highlight folgte. Denn als wir irgendwo am Straßenende wenden wollten, kam einer warnend aus dem Haus: "da sind Steine, Achtung!" Das war der Diamant Alexander, der gleich merkte, dass ich wohl schwäbischer Herkunft bin, und tatsächlich wurden wir unweit voneinander geboren. Er lebt hier und half sofort und gerne, und so standen wir über Nacht zwischen Reet- gedeckten Häusern auf dem Privatparkplatz seines riesigen Hauses, wo er eine Kulturscheune betreibt und verschiedene Ferienwohnungen untergebracht hat. Echt toll!

Total ruhiger Privatstellplattz


Eutin war übrigens deshalb so "voll", weil über Pfingsten das jährliche "Bluesfestival" stattfand; nun, klar latschten wir dort hin, bissi horchen und Atmosphäre tanken. Rechtzeitig zum Pokalendspiel waren wir aber zurück am TV...
Schloss Eutin
Schloss Eutin

Beim Bluesfestival in Eutin

Am Pfingstsonntag sollte bei wahrem "Kaiserwetter" die erste Alpin- Etappe für Frau Müller anliegen: denn immerhin musste sie die höchste Erhebung des Bundeslandes Schleswig Holstein erwandern, nämlich den sogar mit einem Skilift ausgestatteten "Bungsberg"!
 

Unterwegs zum Bungsberg

Am Bungsberg

Oldtimertreff am Bungsberg vor meiner Kamera...
Entgegen meinen Vorhersagen hat sie die 168 Meter ziemlich lässig weggesteckt und weil sie so früh schon fertig war beschloss das Wanderwunder, einfach noch eine Etappe dran zu hängen (nicht dass sie plötzlich Leerlauf hat!) und latschte doch glatt weiter. Somit war das Etappenende also nicht wie geplant am Bungsberg, sondern eben am Meer in Neustadt in Holstein. Nach 29,5 Kilometern und 6:00 Std.
Auch gut, vor allem, weil wir den vollkommen überfüllten Campingplätzen ausweichen konnten und einen sehr gut gelegenen Platz in guter Lage fanden; es wird genau dort zu beraten sein, wie es weiter geht - ein Ruhetag steht zur Debatte, aber es könnte auch weitergehen bis Bad Gselsberg (also Bad Schwartau). Man wird sehen.
Noch ein fakt: inzwischen ist das Wuschele nach der 10. Etappe 248 Kilometer gewandert, Sind also nur noch rund 1250 Kilometer. Das is ja nix1

Unter diesem link kann es ein jeder nachlesen, wann auch immer, Bis dahin wünschen wir besseres Wetter im Süden und alles Gute.



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