"Gas- Alarm" in Bad Schwartau, Sonne satt und ein bisschen Angst vor der WM
Ups, wir mal wieder, immer noch von der waterkant.
Nachdem das Wuschele zwei Etappen zusammengelegt hatte, war ja ein Ruhetag in Neustadt in Holstein angesagt. Alles richtig gemacht, denn erstens fanden wir - allerdings erst nachdem wir erfolglos bei zwei an Ölsardinendosen erinnernde Campingplätzen nachgefragt hatten - einen in jeder Hinsicht günstig gelegenen, ruhigen Stellplatz, und zweitens entpuppte sich dieses kleine Städtchen als ein wirklich schmuckes!
Auf unserer 8- Kilometer.- Strand- und Hafenwanderung (war ja ein Ruhetag...) konnten wir in der Tat vor allem den schönen Bereich am Yachthafen, aber auch einen gar nicht stark frequentierten Sandstrand und eine kleine, feine Fußgängerzone genießen.
Klar (und es tut uns leid, wenn wir immer nur so berichten können) schien ohne Unterbrechung die Sonne, und Wölkchen waren an einer Hand abzuzählen; und nicht mal so heiß, eher mild, so um die 24 °C. Sehr interessant finden wir auch, dass hier oben fast alle Discounter sonntags ganz regelmäßig für mehrere Stunden geöffnet haben.
Dann folgte die 12. Etappe, es sollte eine Monsteretappe werden, denn einschließlich des Zusatzweges bis zum WoMo- Stellplatz kamen nach 7:35 Stunden dann doch 36,0 Kilometer zusammen. Für mich war es nicht allzu weit über die Autobahn, außer dem üblichen Krimskrams und einem Einkauf der Lebensmittel für die kommenden paar Tage war nix zu tun. So stand ich früh auf dem vorab ausgesuchten Stellplatz in Bad Gselsberg (also Bad Schwartau), richtete alles ein und schaltete dann die Heizung fürs Wasser hoch, denn der Waldläufer wusste vorab, dass eine warme Dusche Not tun würde nach dem Zieldurchlauf. Kein Problem, wenngleich ich am frühen Nachmittag noch kalt duschen musste, weil es eben erstens ganz frisch (und sehr kalt eben) aufgetankt und noch zu wenig Zeit vergangen war.
Leider stellten wir - denn Frau Müller kam an, war ein bissi platt und musste sehr kalt duschen - erst ziemlich spät fest, warum das nix geworden war mit Warmwasser: man muss natürlich nicht nur die Heizung anstellen, man muss schon zuvor auch den Gashahn aufdrehen. Oh oh, "Gasalarm"! Mea culpa! Okay, nächstes Mal...
Für die Fußball- WM schwant mir zumindest schonmal Böses! Wir hatten jetzt echt viele schöne Stellplätze, aber wenn halt Bäume oder gar Wälder "im Wege" sind, findet unsere Antenne grade mal gar nichts, jedenfalls kein Signal. Das wird also überhaupt nicht lustig in naher Zukunft, wenn dies als Kriterium ja zwangsläufig dazu kommt bei der Stellplatzsuche. Ehrlich gesagt graut mir.
Für den Mittwoch dachte sich die Wandersfrau was aus: nämlich, dass wir die Etappe, die ja bis Lübeck führen sollte, gemeinsam bewältigen, also mit dem Fahrrad zurück legen (hin und zurück natürlich) und dann zusammen Lübeck anschauen.
Eine ganz gute Idee. Also sattelten wir morgens die Esel und radelten los. Schon angenehm, dass sie hier oben praktisch immer und überall Radwege, meist sogar gut ausgeschildert, haben. Jedenfalls hatten wir gleich mal angenehmen Rückenwind, die Strecke war ein einziges Idyll, denn es ging erst durch Bad Schwartau, dann durch zwei Industriegebiete, darauf folgte der gerade für die Nase so imposante "Petroleumhafen", schließlich am riesigen Zentralklärwerk entlang und letztlich bloß noch über eine Reihe von Bahnanlagen und zack! standen wir am "Holsten- Tor"!
Lübeck lässt sich als Stadt nur mit einem einzigen Wort beschreiben: obergeil! Wirklich, was die Bauten angeht, die Kirchen und Gässchen (die hier Gänge genannt werden), das ist schon mehr als sehenswert! Es bedarf keiner Erwähnung, dass sich der Himmel himmelblau und die Sonne gutgelaunt zeigten den ganzen Tag.
Nette Begebenheit: gegen Mittag, als bei mir im Magenbereich von innen angeklopft wurde, kamen wir an einem der "Nordsee" ähnlichen Laden mit einem Schild "Fischsuppe" vorüber - und betraten den auch. Ich merkte erst nach der Bestellung, dass ich in meinen shorts der einzige "Nicht- Krawattenträger" dort war und dass die hinter der Theke allesamt eine Fliege zum Hemd trugen; klar, die Preise dort waren ebenso. Das Süppchen schmeckte, war aber heiß ohne Ende.
Gute drei Stunden durchpflügten wir die Stadt, dann war es auch genug. Ein wenig kam die Furcht schon auf, und sie sollte sich bewahrheiten, denn selbstverständlich herrschte während des (erneut durch das Idyll führenden) Rückweges Gegenwind. Ich durfte vorne fahren...
Ein highlight jedoch am Abend, das komplett entschädigte! Schwäbische Maultaschen! Gebraten, mit Ei und reichlich Streifen vom Lammsteak, weil von dem einiges übrig blieb, nachdem der Koch der Reisegruppe deutlich zu hungrig eingekauft hatte. Und wunderbar schmeckte es natürlich.
Logisch, dass die Füße des Waldläufers am Tag nach der Radtour schon früh morgens scharrten; jaja, früh morgens, denn das ist ja schließlich kein Urlaub hier - an 80 Prozent aller Tage klingelt der Wecker! Damit Frau Müller rechtzeitig auf die Strecke kommt...
Die 14. Etappe führte zum "Großen Ratzeburger See", wo wir auch über Nacht blieben.
Unterwegs während den insgesamt 25,9 Kilometern, wofür sie bei voller Sonne, aber spürbarem Gegenwind 5:25 Std brauchte, hatte das Wuschele zahlreiche Asphaltstrecken, wanderte aber auch über etliche Kilometer am "Elbe- Lübeck"- Kanal entlang, was sie als sehr schön bezeichnete. Sogar einen Begleiter für die letzten Kilometer fand sie, weil der sich irgendwie verlaufen hatte. Aber immerhin, es war einer aus Hamburg, und der konnte uns die Sorgen, die wir wegen des Feiertages kommende Woche und den vollen Plätzen in der Hansestadt daher schon hatten, zügig abnehmen. Denn den Feiertag "Fronleichnam" kennen sie ja hier nicht. Gut für uns, denken wir mal.
Derzeit verbringen wir einige Stunden mit Planungen. So konnten wir ein Treffen in Hamburg vereinbaren mit einer Bekannten, die wir in Neufundland trafen. Es hat damals ein Weilchen gedauert, bis sie mich leiden konnte, weil sie mein ehrlich gemeintes Kompliment "so hässlich bist du ja nun echt nicht!" irgendwie falsch aufgefasst hat. Wir freuen uns darauf. Ebenso wie auf den ersten Besuch, der sich angesagt hat und in absehbarer Zeit eintreffen wird.
Unter diesem link berichten wir in einiger Regelmäßigkeit weiter.
Auf bald alles Gute von uns.
Nachdem das Wuschele zwei Etappen zusammengelegt hatte, war ja ein Ruhetag in Neustadt in Holstein angesagt. Alles richtig gemacht, denn erstens fanden wir - allerdings erst nachdem wir erfolglos bei zwei an Ölsardinendosen erinnernde Campingplätzen nachgefragt hatten - einen in jeder Hinsicht günstig gelegenen, ruhigen Stellplatz, und zweitens entpuppte sich dieses kleine Städtchen als ein wirklich schmuckes!
Auf unserer 8- Kilometer.- Strand- und Hafenwanderung (war ja ein Ruhetag...) konnten wir in der Tat vor allem den schönen Bereich am Yachthafen, aber auch einen gar nicht stark frequentierten Sandstrand und eine kleine, feine Fußgängerzone genießen.
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| 20 Meter vom Stellplatz |
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| Yachthafen Neustadt in Holstein |
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Klar (und es tut uns leid, wenn wir immer nur so berichten können) schien ohne Unterbrechung die Sonne, und Wölkchen waren an einer Hand abzuzählen; und nicht mal so heiß, eher mild, so um die 24 °C. Sehr interessant finden wir auch, dass hier oben fast alle Discounter sonntags ganz regelmäßig für mehrere Stunden geöffnet haben.
Dann folgte die 12. Etappe, es sollte eine Monsteretappe werden, denn einschließlich des Zusatzweges bis zum WoMo- Stellplatz kamen nach 7:35 Stunden dann doch 36,0 Kilometer zusammen. Für mich war es nicht allzu weit über die Autobahn, außer dem üblichen Krimskrams und einem Einkauf der Lebensmittel für die kommenden paar Tage war nix zu tun. So stand ich früh auf dem vorab ausgesuchten Stellplatz in Bad Gselsberg (also Bad Schwartau), richtete alles ein und schaltete dann die Heizung fürs Wasser hoch, denn der Waldläufer wusste vorab, dass eine warme Dusche Not tun würde nach dem Zieldurchlauf. Kein Problem, wenngleich ich am frühen Nachmittag noch kalt duschen musste, weil es eben erstens ganz frisch (und sehr kalt eben) aufgetankt und noch zu wenig Zeit vergangen war.
Leider stellten wir - denn Frau Müller kam an, war ein bissi platt und musste sehr kalt duschen - erst ziemlich spät fest, warum das nix geworden war mit Warmwasser: man muss natürlich nicht nur die Heizung anstellen, man muss schon zuvor auch den Gashahn aufdrehen. Oh oh, "Gasalarm"! Mea culpa! Okay, nächstes Mal...
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| Eindrücke und Bilder während der langen 12. Etappe nach Bad Schwartau |
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| Leicht müde am Ziel und noch voller Vorfreude auf eine warme Dusche... |
Für die Fußball- WM schwant mir zumindest schonmal Böses! Wir hatten jetzt echt viele schöne Stellplätze, aber wenn halt Bäume oder gar Wälder "im Wege" sind, findet unsere Antenne grade mal gar nichts, jedenfalls kein Signal. Das wird also überhaupt nicht lustig in naher Zukunft, wenn dies als Kriterium ja zwangsläufig dazu kommt bei der Stellplatzsuche. Ehrlich gesagt graut mir.
Für den Mittwoch dachte sich die Wandersfrau was aus: nämlich, dass wir die Etappe, die ja bis Lübeck führen sollte, gemeinsam bewältigen, also mit dem Fahrrad zurück legen (hin und zurück natürlich) und dann zusammen Lübeck anschauen.
Eine ganz gute Idee. Also sattelten wir morgens die Esel und radelten los. Schon angenehm, dass sie hier oben praktisch immer und überall Radwege, meist sogar gut ausgeschildert, haben. Jedenfalls hatten wir gleich mal angenehmen Rückenwind, die Strecke war ein einziges Idyll, denn es ging erst durch Bad Schwartau, dann durch zwei Industriegebiete, darauf folgte der gerade für die Nase so imposante "Petroleumhafen", schließlich am riesigen Zentralklärwerk entlang und letztlich bloß noch über eine Reihe von Bahnanlagen und zack! standen wir am "Holsten- Tor"!
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| Mit dem Rad nach Lübeck |
Lübeck lässt sich als Stadt nur mit einem einzigen Wort beschreiben: obergeil! Wirklich, was die Bauten angeht, die Kirchen und Gässchen (die hier Gänge genannt werden), das ist schon mehr als sehenswert! Es bedarf keiner Erwähnung, dass sich der Himmel himmelblau und die Sonne gutgelaunt zeigten den ganzen Tag.
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| Lübeck - wahrhaft eine schöne Stadt |
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| Beeindruckende Ausstellung im Willy Brandt- Haus |
Nette Begebenheit: gegen Mittag, als bei mir im Magenbereich von innen angeklopft wurde, kamen wir an einem der "Nordsee" ähnlichen Laden mit einem Schild "Fischsuppe" vorüber - und betraten den auch. Ich merkte erst nach der Bestellung, dass ich in meinen shorts der einzige "Nicht- Krawattenträger" dort war und dass die hinter der Theke allesamt eine Fliege zum Hemd trugen; klar, die Preise dort waren ebenso. Das Süppchen schmeckte, war aber heiß ohne Ende.
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| Wirklich gut - aber heiß wie Sau! |
Gute drei Stunden durchpflügten wir die Stadt, dann war es auch genug. Ein wenig kam die Furcht schon auf, und sie sollte sich bewahrheiten, denn selbstverständlich herrschte während des (erneut durch das Idyll führenden) Rückweges Gegenwind. Ich durfte vorne fahren...
Ein highlight jedoch am Abend, das komplett entschädigte! Schwäbische Maultaschen! Gebraten, mit Ei und reichlich Streifen vom Lammsteak, weil von dem einiges übrig blieb, nachdem der Koch der Reisegruppe deutlich zu hungrig eingekauft hatte. Und wunderbar schmeckte es natürlich.
Logisch, dass die Füße des Waldläufers am Tag nach der Radtour schon früh morgens scharrten; jaja, früh morgens, denn das ist ja schließlich kein Urlaub hier - an 80 Prozent aller Tage klingelt der Wecker! Damit Frau Müller rechtzeitig auf die Strecke kommt...
Die 14. Etappe führte zum "Großen Ratzeburger See", wo wir auch über Nacht blieben.
Unterwegs während den insgesamt 25,9 Kilometern, wofür sie bei voller Sonne, aber spürbarem Gegenwind 5:25 Std brauchte, hatte das Wuschele zahlreiche Asphaltstrecken, wanderte aber auch über etliche Kilometer am "Elbe- Lübeck"- Kanal entlang, was sie als sehr schön bezeichnete. Sogar einen Begleiter für die letzten Kilometer fand sie, weil der sich irgendwie verlaufen hatte. Aber immerhin, es war einer aus Hamburg, und der konnte uns die Sorgen, die wir wegen des Feiertages kommende Woche und den vollen Plätzen in der Hansestadt daher schon hatten, zügig abnehmen. Denn den Feiertag "Fronleichnam" kennen sie ja hier nicht. Gut für uns, denken wir mal.
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| Unterwegs auf der 14. Etappe von Lübeck bis zum Großen Ratzeburger See |
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| Am "Elbe- Lübeck"- Kanal |
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| Am Großen Ratzeburger See |
Derzeit verbringen wir einige Stunden mit Planungen. So konnten wir ein Treffen in Hamburg vereinbaren mit einer Bekannten, die wir in Neufundland trafen. Es hat damals ein Weilchen gedauert, bis sie mich leiden konnte, weil sie mein ehrlich gemeintes Kompliment "so hässlich bist du ja nun echt nicht!" irgendwie falsch aufgefasst hat. Wir freuen uns darauf. Ebenso wie auf den ersten Besuch, der sich angesagt hat und in absehbarer Zeit eintreffen wird.
Unter diesem link berichten wir in einiger Regelmäßigkeit weiter.
Auf bald alles Gute von uns.



















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