Wetterglück in der landschaftlich schönen Diaspora


Hallo, mal wieder was von uns!
Danke für die Sorgen um uns wegen des üblen Wetters in Norddeutschland; wir hatten ziemlich Dusel, denn wir befanden uns etwa 100 Kilometer nördlich vom Chaos. Und wir hatten wirklich schönes Wetter, waren auch überrascht von den Nachrichten.

Frau Müller (deren Lust ja das Wandern ist) wandert eifrig. Die zweite Etappe führte nach Schleswig an der Schlei. Ein schmuck Schlösschen und einen akzeptablen Hafen konnten sie bieten, einen Platz für unser Mobil nicht. Unfassbar, alles (alles!) voll, eng aneinander gereiht. Also suchten und fanden wir im sehr bekannten Idstedt am Idstedter See (wie, noch nie gehört?) ein herrliches Plätzchen, sehr idyllisch und absolut ruhig. Nicht mal gekostet hat es was.


Schloss Gottorf in Schleswig


Sehr angenehmer Platz für eine Nacht am Idstedter See


Frau Müller


Der Wanderweg war teilweise sehr Natur verbunden und Strecken weise gleichzeitig ein Pilgerweg, Aber heutzutage ist ja jeder zweite Feldweg ein solcher.Das Wuschele legte die 30 Kilometer in 6:40 Std zurück (was weiß ich, wo sie überall einkehrt...), aber jedenfalls rechtzeitig zum Essen war sie da. Und von wegen "Flaches Land"...



Ach ja, Diaspora. Also wenn ich nächstes Mal hier in den Norden komme, nehme ich alles mit, was wir brauchen! Wir mussten ja schon in Flensburg einkaufen, Edeka: hahaha, kein ( K E I N !) Salat, fast kein Fleisch, von Auswahl zu schweigen, ein Jammertal! Dann war ich mal bei Netto, den kenne ich ja von daheim, wo wir einen haben. In keinem ( K E I N E M !) einzigen Gang kamen zwei Einkaufswagen ungestreift aneinander vorbei, und natürlich suchte ich verschiedene Dinge vergeblich. Mir rutschte an der Kasse (nachdem ich natürlich eine vollkommen unbefriedigende Antwort von einer vollkommen unmotivierten Mitarbeiterin erhalten hatte), dass ich es jetzt doch nicht mehr so sehr schlimm fände, wenn der Norden wegen der Erderwärmung bald mal überflutet würde. Wen wundert's, sie hat es nicht verstanden und nur geguckt wie eine Kuh wenn's blitzt...

Landschaftlich führte uns die Vorgabe weiter durch schmucke Ecken, nach der dritten Etappe - eine Sprintstrecke von bloß 20,5 Kilometern - landeten wir im nicht minder bekannten Brekendorf. Wer es nicht kennt, es liegt neben Ascheffel. Klar, offizielle Plätze gibt es dort nicht, aber die inoffiziellen waren fast zum Aussuchen, und sehr schön am Waldrand gelegen. Auch, aber nicht nur wegen des Rehes, das mit Einbruch der Dunkelheit rund um uns herum zu äsen anfing. Leider war kein TV- Empfang, wegen Sportschau und ESC hätten wir an dem Tag tatsächlich mal eingeschalten, und als mir ein vorüber kommender Eingeborener erzählte "jaja, da sind wir nicht so gut mit bestückt" (!), da dachte ich, dass wir schon vierzig Jahre unterwegs seien. Oder sind jetzt kackbraune Kunstlederjacken und wild wuchernde Schnurrbärte wieder modern?

Auf der 3. Etappe

Nach der 3. Etappe
Schmuckes Waldquartier in Brekendorf
Grade mal fünf Meter entfernt...


Mit dem Waldläufer wurde indessen mal über die Möglichkeit eines Ruhetages gesprochen, aber da reagierte der, also sie, etwa so wie Graf Dracula auf Sonnenlicht! Okay, vielleicht nach der 5. Etappe, mal sehen... Dafür musste sie von den übrigens köstlichen Spaghetti frutti di mare essen und unter Aufsicht Kohlehydrate aufnehmen.

Auf geht's zur Etappe Nummer 4
Auf der 4. Etappe


Inzwischen ist die vierte Etappe absolviert und wir erreichten Eckernförde an der Ostesee. 11° C morgens und ziemlich neblig, das hielt sich bis zur Mittagszeit; angesagt waren 22 bis 27° C für heute... um zu erläutern, wie schlimm das war: ich musste mir sogar eine lange Hose anziehen und ein Jäcklein, als ich einen Platz zu Fuß checkte. Grausam.
Das Wuschele monsterte 34,3 Kilometer in 7:13 Std und erreichte das WoMo ein wenig, naja, erschöpft. Kraft genug, sich ein großes Eis in der Stadt zu genehmigen, war aber noch vorhanden. Nur die Sahnehaube war ihr dann doch zu schwer, die ließ sie auf die Straße fallen... Und schließlich stand ja auch noch ein chinesisches Mahl aus der WOK bevor.

Eckernförde hat einen kleinen, schmucken Hafen, auch etliche hübsche und interessante alte Gebäude. Wir waren da bei Sonnenschein um halb acht, aber irgendwie muss was passiert sein, denn es herrschte offensichtlich Ausgangssperre! Niemand auf den Straßen oder in der Fußgängerzone...


In Eckernförde, am Hafen und in der Altstadt






Sonne, Sonntag 19.30 Uhr, Fußgängerzone... - der Punk geht ab in Eckernförde...



War das eine Freude bei Ankunft, "supergut verfahren!" Aber nein, Eckernförde!
Wir planen, dass es morgen, Montag, noch eine Etappe gibt, wir dann aber irgendwo am Meer einen Ruhetag einlegen. Man wird sehen, ob und wie es wird.
Über diesen link gibt es bei Gelegenheit wieder Wort und Bild. Bis dahin.




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