Zehn kleine Gäbelein, das Ruhetags- Mißverständnis und immer noch Sonne
Hallo an alle Blog- Leser! Wir sind's wieder.
Die Wandersfrau stellte fest - jetzt, da wir vor den Toren Hamburgs (ein Zweitligist übrigens) stehen - dass sich tatsächlich schon die Landschaft gewandelt hat. Sie sieht weniger Felder und Wiesen, dafür mehr Wald, die leuchtend gelben Rapsfelder zeigen sich seltener, und die Strecken werden hügeliger.
Noch immer trägt sie übrigens das seit Beginn genutzte Paar Wanderschuhe... naja, wenn die Sohlen runter sind, passiert nicht so viel, denn sie hat ja insgesamt sechs (!) Paar mitgenommen.
Am Großen Ratzeburger See standen wir ganz gut.
Dafür war die Stadt Ratzeburg ein echter Flop! Weil an dem bevorstehenden Wochenende irgendwas vom NDR dort veranstaltet wurde, war ein Reinkommen in die Stadt per Auto kaum machbar, per Wohnmobil wirklich keine Freude und einen Parkplatz (auch noch in der passenden Größe und wenigstens nur ein bisschen verboten) praktisch ausgeschlossen! Daher gibt es auch keine Fotos; ohnehin, alle priesen uns die tolle Stadt an, aber außer einem auch nur mäßig tollen Dom und einem Marktplatz mit vier (!) Ständen (freitags um 11.30 Uhr) ließe sich nur noch die natürlich wunderbare Lage am besagten See nennen.
Da war jetzt Mölln was anderes.
Hier in Mölln endete die schon 15. Etappe, die von Buchholz nahe Ratzeburg durch durchaus sehenswerte Landschaften führte und insgesamt für die Müllerin 25,5 Kilometer und 5:40 Std. dauerte. Für mich hingegen waren nur Essensplanung über das kommende Wochenende und die entsprechenden Einkäufe dazu zu erledigen.
Zwar kam der Waldläufer mit schönen Eindrücken von der Etappe zurück. Aber auch - quasi kaum dass ich meine Gedanken zum Schuhwerk formuliert hatte, mit defekten Wanderschuhen! Zwar nur die äußere Schicht, aber es sieht nicht reparabel aus und ich glaube, regnen sollte es auch nicht.
Immerhin hat Frau Müller inzwischen soviel Schwaben- DNA (woher auch immer...), dass es hieß: "Nee nee, die werden nicht weggeworfen. Die hab ich direkt vor der Tour teuer neu besohlen lassen."
Klein und fein das Städtlein, das außer Till Eulenspiegel leider wegen eines Brandanschlages 1992 berühmt wurde. Wirklich schön und überschaubar, also der von der Touristen- Info empfohlene Weg durch die Altstadt ist in einer guten halben Stunde gemütlich bewältigt.
Hinter Mölln ist dann die Hansestadt Hamburg fast schon zu riechen. Es sind noch etwa 50 Autokilometer bis dahin. Aber es gibt auch nur kleine und kleinste Orte unterwegs.
Für mich war auf der Anfahrt nach Güster (ganz bekannt eigentlich - aber eben nur im Umkreis von fünf Kilometern darum herum), wo wir erstens einen richtigen Campingplatz anfahren wollten wegen der notwendigen Wäsche, und wo zweitens ein in dem Falle sonntäglicher Ruhetag geplant war, also für mich sollte es erstmal floppen!
Fahre ich doch durch irgend so ein Kaff und sehe am Straßenrand in einem größeren Hof eines vermutlichen Bauerngehöfts einen Flohmarkt! Das zieht mich ja magisch an. Ich wende die Kiste also nach etwa einem Kilometer, fahre zurück, parke mühsam und halb auf dem Gehweg ein und schwupps, bin ich mittendrin.
Okay, der erste Stand hatte nur Sättel, Reiterstiefel, Steigbügel und so'n Zeug. Der zweite hatte eine Menge Büchlein über die Reiterei und sonst das gleiche wie der erste. Der dritte... und so waren eben alle, denn der Bauernhof war ein Reiterhof, an dem gerade die Mitglieder und Freunde ihre nicht mehr benötigten Reiterutensilien verflohmarkten konnten. Nun, ich weiß ja gar nichts von der Sache außer dass es eben süßlich schmeckt und dass tatsächlich Nudeln dazu passen. Habs aber aufgrund der zahlenmäßig doch überlegenen Gegenseite nicht entsprechend kommentiert.
Der Plattz für den Ruhetag war absolut perfekt; mehr als riesig, an einem schönen See gelegen und absolut ruhig und leer. Nur die Betreiber waren leider an Arroganz und Unfreundlichkeit kaum zu überbieten. Ich teilte Ihnen dies in der mir eigenen Art auch mit, aber bringt ja eh nix.
Für Frau Müller begann der Ruhetag, für den Gewitter angesagt waren, der aber sehr sonnig startete, mit einer Wanderung um das gesamte Gelände, 13 Kilometer... Klar, sie musste sich ja warm machen für die beiden jetzt folgenden Etappen von weit über 35 und 27 Kilometer. Was will man noch sagen?
Dass es auch anders geht, konnte ich lässig beweisen.
Von den angesagten Gewittern war übrigens während des gesamten Ruhetags null und nichts zu sehen, wir konnten draußen essen.
Zehn kleine Gäbelein?
Nun, wir hatten ja immer die Angst, dass wir sehr schnell an unser Gewichtslimit von 3,5 t kommen, da wir ja wussten, was wir alles noch wollen oder brauchen; und dann bitte bedenken: 90 l Sprit, 100 l Wasser, Abwasser, fast 50 kg Gas mit Flaschen, 2 Fahrräder usw. Aber wo sparen? Na, überall natürlich! Unzerbrechlicher Kunststoff bei Tellern und (den meisten) Gläsern, Plastik- statt Glasschüsseln etc. Nun schenkte uns jemand, der es gut mit uns meint, ein Besteck, das echt kaum ins Gewicht fällt. Metallklingen und so, aber sehr leichte Kunststoffgriffe. Dankend nahmen wir an. Bloß: Kalte Butter ist ein Problem, Schinken schneiden schwieirg, Fleisch eine echte Herausforderung, das meiste ist eigentlich der sichere Messer- und Gabeltod! Bis auf eine Gabel sehen inzwischen alle so aus wie diese im Bild, die einer Scheibe Serrano- Schinken zum Opfer fiel...
In Hamburg müssen wir also dringend Besteck kaufen gehen.
Puh! Das war eine harte Etappe, diese 17 te. Die Wandersfrau wanderte stolze 39,2 Kilometer und war 8:00 Stunden unterwegs! Heute kam sie etwas erschöpft an, hatte ich den Eindruck. Gut, ich hatte es aber auch nicht einfach. Musste einkaufen für ein paar Tage und dann über Dörfer fahren wie Grande (weit übertrieben!), Witzhave (haha, nomen est omen!) oder gar Kuddelmuddel, äh Kuddewörde. Man denkt immer, gleich hörts irgendwie auf, jetzt ist der Rand der Scheibe erreicht, aber wenigstens dröhnte mir "Child in Time" aus den Lautsprechern in angemesser Lautstärke entgegen!
1600 Kalorien, sagt ihre app, habe sie heute verschleudert. Sie weiß noch nicht, wieviel Penne ich ihr heute Abend zur Not zwangsmäßig hinein stopfe... Aber sie wird es einsehen.
Soll heißen, wir veröffentlichen jetzt diesen Beitrag und machen uns dann zügig ans Essen, ich freue mich auch, endlich wieder Pasta- Tag.
Unter diesem link geht es wie immer regelmäßig weiter. Seid alle lieb gegrüßt, bis demnächst.
Die Wandersfrau stellte fest - jetzt, da wir vor den Toren Hamburgs (ein Zweitligist übrigens) stehen - dass sich tatsächlich schon die Landschaft gewandelt hat. Sie sieht weniger Felder und Wiesen, dafür mehr Wald, die leuchtend gelben Rapsfelder zeigen sich seltener, und die Strecken werden hügeliger.
Noch immer trägt sie übrigens das seit Beginn genutzte Paar Wanderschuhe... naja, wenn die Sohlen runter sind, passiert nicht so viel, denn sie hat ja insgesamt sechs (!) Paar mitgenommen.
Am Großen Ratzeburger See standen wir ganz gut.
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| Schicker Platz fast direkt am Großen Ratzeburger See |
Dafür war die Stadt Ratzeburg ein echter Flop! Weil an dem bevorstehenden Wochenende irgendwas vom NDR dort veranstaltet wurde, war ein Reinkommen in die Stadt per Auto kaum machbar, per Wohnmobil wirklich keine Freude und einen Parkplatz (auch noch in der passenden Größe und wenigstens nur ein bisschen verboten) praktisch ausgeschlossen! Daher gibt es auch keine Fotos; ohnehin, alle priesen uns die tolle Stadt an, aber außer einem auch nur mäßig tollen Dom und einem Marktplatz mit vier (!) Ständen (freitags um 11.30 Uhr) ließe sich nur noch die natürlich wunderbare Lage am besagten See nennen.
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| Ratzeburg (also das da hinten irgendwo...) |
Da war jetzt Mölln was anderes.
Hier in Mölln endete die schon 15. Etappe, die von Buchholz nahe Ratzeburg durch durchaus sehenswerte Landschaften führte und insgesamt für die Müllerin 25,5 Kilometer und 5:40 Std. dauerte. Für mich hingegen waren nur Essensplanung über das kommende Wochenende und die entsprechenden Einkäufe dazu zu erledigen.
Zwar kam der Waldläufer mit schönen Eindrücken von der Etappe zurück. Aber auch - quasi kaum dass ich meine Gedanken zum Schuhwerk formuliert hatte, mit defekten Wanderschuhen! Zwar nur die äußere Schicht, aber es sieht nicht reparabel aus und ich glaube, regnen sollte es auch nicht.
Immerhin hat Frau Müller inzwischen soviel Schwaben- DNA (woher auch immer...), dass es hieß: "Nee nee, die werden nicht weggeworfen. Die hab ich direkt vor der Tour teuer neu besohlen lassen."
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| Kreise = beschädigte Außenwand - Pfeil = nagelneue Besohlung |
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| Unterwegs auf Etappe Nummer 15 von Ratzeburg nach Mölln |
Klein und fein das Städtlein, das außer Till Eulenspiegel leider wegen eines Brandanschlages 1992 berühmt wurde. Wirklich schön und überschaubar, also der von der Touristen- Info empfohlene Weg durch die Altstadt ist in einer guten halben Stunde gemütlich bewältigt.
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| Schönes Städtchen: Mölln |
Hinter Mölln ist dann die Hansestadt Hamburg fast schon zu riechen. Es sind noch etwa 50 Autokilometer bis dahin. Aber es gibt auch nur kleine und kleinste Orte unterwegs.
Für mich war auf der Anfahrt nach Güster (ganz bekannt eigentlich - aber eben nur im Umkreis von fünf Kilometern darum herum), wo wir erstens einen richtigen Campingplatz anfahren wollten wegen der notwendigen Wäsche, und wo zweitens ein in dem Falle sonntäglicher Ruhetag geplant war, also für mich sollte es erstmal floppen!
Fahre ich doch durch irgend so ein Kaff und sehe am Straßenrand in einem größeren Hof eines vermutlichen Bauerngehöfts einen Flohmarkt! Das zieht mich ja magisch an. Ich wende die Kiste also nach etwa einem Kilometer, fahre zurück, parke mühsam und halb auf dem Gehweg ein und schwupps, bin ich mittendrin.
Okay, der erste Stand hatte nur Sättel, Reiterstiefel, Steigbügel und so'n Zeug. Der zweite hatte eine Menge Büchlein über die Reiterei und sonst das gleiche wie der erste. Der dritte... und so waren eben alle, denn der Bauernhof war ein Reiterhof, an dem gerade die Mitglieder und Freunde ihre nicht mehr benötigten Reiterutensilien verflohmarkten konnten. Nun, ich weiß ja gar nichts von der Sache außer dass es eben süßlich schmeckt und dass tatsächlich Nudeln dazu passen. Habs aber aufgrund der zahlenmäßig doch überlegenen Gegenseite nicht entsprechend kommentiert.
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| Unterwegs zwischen Mölln und Güster am Lützower See |
Der Plattz für den Ruhetag war absolut perfekt; mehr als riesig, an einem schönen See gelegen und absolut ruhig und leer. Nur die Betreiber waren leider an Arroganz und Unfreundlichkeit kaum zu überbieten. Ich teilte Ihnen dies in der mir eigenen Art auch mit, aber bringt ja eh nix.
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| Sehr angenehmer Standplatz für den "Ruhetag" |
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| Naja, demnächst ist wieder "Pastatag"! |
Für Frau Müller begann der Ruhetag, für den Gewitter angesagt waren, der aber sehr sonnig startete, mit einer Wanderung um das gesamte Gelände, 13 Kilometer... Klar, sie musste sich ja warm machen für die beiden jetzt folgenden Etappen von weit über 35 und 27 Kilometer. Was will man noch sagen?
Dass es auch anders geht, konnte ich lässig beweisen.
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| Habs ja sonst so schwer! |
Von den angesagten Gewittern war übrigens während des gesamten Ruhetags null und nichts zu sehen, wir konnten draußen essen.
Zehn kleine Gäbelein?
Nun, wir hatten ja immer die Angst, dass wir sehr schnell an unser Gewichtslimit von 3,5 t kommen, da wir ja wussten, was wir alles noch wollen oder brauchen; und dann bitte bedenken: 90 l Sprit, 100 l Wasser, Abwasser, fast 50 kg Gas mit Flaschen, 2 Fahrräder usw. Aber wo sparen? Na, überall natürlich! Unzerbrechlicher Kunststoff bei Tellern und (den meisten) Gläsern, Plastik- statt Glasschüsseln etc. Nun schenkte uns jemand, der es gut mit uns meint, ein Besteck, das echt kaum ins Gewicht fällt. Metallklingen und so, aber sehr leichte Kunststoffgriffe. Dankend nahmen wir an. Bloß: Kalte Butter ist ein Problem, Schinken schneiden schwieirg, Fleisch eine echte Herausforderung, das meiste ist eigentlich der sichere Messer- und Gabeltod! Bis auf eine Gabel sehen inzwischen alle so aus wie diese im Bild, die einer Scheibe Serrano- Schinken zum Opfer fiel...
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| Naja - Serranoschinken ist aber auch sehr hinterhältig, das ist bekannt. |
In Hamburg müssen wir also dringend Besteck kaufen gehen.
Puh! Das war eine harte Etappe, diese 17 te. Die Wandersfrau wanderte stolze 39,2 Kilometer und war 8:00 Stunden unterwegs! Heute kam sie etwas erschöpft an, hatte ich den Eindruck. Gut, ich hatte es aber auch nicht einfach. Musste einkaufen für ein paar Tage und dann über Dörfer fahren wie Grande (weit übertrieben!), Witzhave (haha, nomen est omen!) oder gar Kuddelmuddel, äh Kuddewörde. Man denkt immer, gleich hörts irgendwie auf, jetzt ist der Rand der Scheibe erreicht, aber wenigstens dröhnte mir "Child in Time" aus den Lautsprechern in angemesser Lautstärke entgegen!
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| Gut Wotersen, wo "Die Guldenburgs" (wers kennt) gedreht wurde |
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| Daserste Mohnfeld unweit von Güster |
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| Fachwerkkirche Fuhlenhagen aus dem 16. Jhd. |
1600 Kalorien, sagt ihre app, habe sie heute verschleudert. Sie weiß noch nicht, wieviel Penne ich ihr heute Abend zur Not zwangsmäßig hinein stopfe... Aber sie wird es einsehen.
Soll heißen, wir veröffentlichen jetzt diesen Beitrag und machen uns dann zügig ans Essen, ich freue mich auch, endlich wieder Pasta- Tag.
Unter diesem link geht es wie immer regelmäßig weiter. Seid alle lieb gegrüßt, bis demnächst.


















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