Heringsdosenstellplatz, Hamburg, Blasenalarm und unter Verdacht
Der Waldläufer kam wie ein 50- Kilometer- Geher
von der 18. Etappe ans Wohnmobil. "Oje", oder "für heute langts
aber", bekam ich erstmals nach da genau drei Wochen zu hören. Nun, 30,5
Kilometer bei 31 Grad in 6:35 Std war
das eine, das sie zwischen Witzhave und Hamburg- Billstedt bewältigen musste.
Drei (3!) Blasen an den Füßen waren das andere!
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| Start in Witzhave |
Für mich, der ich vormittags bei IKEA neues
Besteck kaufte und danach auf einem Zentrums nahen, idyllischen Platz in
Hamburg eincheckte, war es eine schwierige Entscheidung zu dem, was jetzt
folgte, denn: lachen oder weinen? Nach der Brause setzte sich Müllersfrau hin
und nähte sich mit Nadel und Faden im Bereich der Blasen wieder zusammen wie
weiland der Terminator.
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| Ach, deshalb das Nähzeug! |
Stellplatz "Wohnmobilhafen" jedenfalls
nannte sich unserAufenthaltsortsort für die Hamburger Tage. Eingepfercht ist
wahrhaftig kein Ausdruck, so eng standen alle. Und nicht eben günstig, außer
man vergleicht es mit einem Hotelzimmer. Aber - und deshalb wohl auch immer
proppevoll und trotz allem glücklich,wer dann einen der Stellplätze ergattert
(reservieren geht nicht!) - halt so gelegen,
dass man in rund einer Viertelstunde zu Fuß in der City ist.
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| Der Pfeil, da sind wir! |
Meine leise Hoffnung auf einen Nichtstu- Tag wegen den Blasen erfüllte sich nicht! Ich hatte zugesagt, dass wir die Etappe quer durch Hamburg gemeinsam wandern, und also starteten wir auch gemeinsam, sogar recht früh! Das ist jedoch kaum verwunderlich, ist der Stellplatz doch hübsch von zwei vier- und sechsspurigen Durchgangsstraßen eingerahmt. Und der Maschendrahtzaun hält ja auch kein Geräusch ab! Wir waren also ohnehin ab 5 Uhr wach!
Nun, die Strecke führte uns zur Außenalster, am "Atlantic" vorbei (Udo nicht gesehen, aber klar, so früh morgens), zur Elbe und immer dort entlang bis Altona, durch dieses und später bis Blankenese; ein besonders von mir gefürchteter Abschnitt, weil ich ja glaubte, man müsse da in Polonaise- Formation durch... Eine S- Bahn brachte uns nach 19 Kilometern und 4:30 Std netto zurück.
Klar herrschte natürlich tolles Wetter wie immer und echt heiß; entschädigt hat aber ein Fischsüppchen mit richtig was drin am Altonaer Hafen.
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| In Hamburg, vor allem an der Elbe |
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| Man kann unter der Brücke wohnen, aber ohne Piano? Nein, niemals! |
Der Donnerstag war schon immer reserviert für sightseeing. Überraschend wachten wir früh auf und eine von einem Insider empfohlene Strecke brachte uns wirklich überall vorbei! Durch die Hafen- City zur Elbphilhrmonie, an den imposanten Gebäuden der Speicherstadt vorbei, zum Michel, zum Rathaus, zur Innenalster und was weiß ich!
Mit knurrendem Magen stürzten wir uns gewissermaßen ins Restaurant. Um 17 Uhr, aber auch nach 19,5 Kilometern! Das Wuschele lud ein, und da konnte ich einfach nicht ablehnen.
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| Sightseeingtag in Hamburg |
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| DAS trägt man (offenbar) gerade |
Die inzwischen 20. Etappe war am heutigen Freitag. Von Hamburg- Reinbek aus (die Fähre von Blankenes nach dort brauchte die Wandersfrau ja nicht, denn ich brachte sie zum Startpunkt). Schon nach 30 Minuten erreichte mich die erste Info: "Heute geht es langsamer, ist ziemlich auf und ab." Fast nur durch Wald und insgesamt hügelig zeigte sich die Strecke bis Buchholz in der Nordheide, und wieder mal begegnete ihr so gut wie niemand.
Ich hatte einzukaufen und erlebte dann so richtig was! Zuerst hupte die Sicherheitsschleuse beim Verlassen des Ladens laut und hässlich! Ziemlich unwirsch wurde ich zurück beordert und - obwohl vorhin schon genau nachgeguckt - quasi durchsucht. Aber was soll's! Sie haben es nicht gefunden (hahaha) und ich hatte eine Menge Publikum, nämlich die beiden Schlangen an den Kassen.
Weil ich noch in einen anderen Laden musste, wo ich eben so einen Parkplatz fand, verging die Zeit viel zu schnell für mein Tagesgeschäft. Und dann komm ich raus - und bin eingeparkt! Ein Kleintransporter und ein Kleinlaster. Nix zu machen, wirklich gar nichts! Bissi warten, fluchen, suchen, fragen, bissi länger warten! Nach 1:15 Std entronn der Fahrer des Kleintransporters knapp seinem vorzeitigen Ruhestand, denn er behauptete, auf der anderen Seite, also hinter mir, wäre frei gewesen, als er kam.
Frau Müller sammelte ich am Ende der Etappe in Buchholz auf, fluchend und verschwitzt. Die inzwischen vier Blasen, gerecht auf links und rechts verteilt, finden augenscheinlich genug Nahrung, sie wachsen!
Ich bin es ja schon gewohnt, grinste aber natürlich wieder, als die Wandersfrau sich wie gehabt mit Nadel und Faden zu Leibe rückte.
Ansonsten geht es immer noch gut. Wir melden uns unter diesem link in gewissen Abständen. Bis dahin nur das Beste für alle und liebe Grüße.
















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